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Der Kopfschaden als Berechnungsmodell für Krankenkassen

Im Folgenden soll kurz dieser mathematische Ansatz dargestellt werden, da an diesem verdeutlicht werden kann, dass eine Abschätzung der Kosten sehr stark von den ausgewählten Merkmalen, die einem stochastischen Prozess unterzogen werden, abhängt. Die ausführliche mathematische Herleitung findet sich in dem Buch „Aktuarielle Methoden der deutschen Privaten Krankenversicherung von Hartmut Milbrodt. Auf eine genaue Beweisführung wird im Folgenden verzichtet.

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Die Minimierung des Risikos: Die Korrelation mit dem Morbiditätsindex

Die grundlegende Voraussetzung für die Berechnung des oben skizzierten GHX-Index ist eine angepasste Form der Kostenbestimmung im Rahmen einer gesundheitsökonomischen Evaluation. Wie lassen sich nun zukünftige Kosten abschätzen? Hierbei soll auf eine Methode der privaten Krankenversicherer zurückgegriffen werden, die Modelle zur Berechnung der Alterungsrückstellungen verwenden, da nach dem Äquivalenzprinzip Beiträge der Versicherten nach dem individuellen Risiko zu bemessen sind, während sich in der gesetzlichen Krankenversicherung der Beitrag ausschließlich am Einkommen orientiert und nach dem Solidaritätsprinzip auf die Gemeinschaft verteilt wird. Dieses Kapitaldeckungsverfahren der privaten Krankenversicherung soll damit einen guten Schutz gegen die ungünstige demographische Entwicklung liefern. Als hierbei zugrunde liegendes Prinzip sollen die Leistungsausgaben pro Person bestimmt werden. Dieses wird in der Versicherungsmathematik als Kopfschaden bezeichnet und ist formal folgendermaßen definiert: „Kopfschäden sind die im Beobachtungszeitraum auf einen Versicherten entfallenden durchschnittlichen Versicherungsleistungen, die für jeden Tarif in Abhängigkeit vom Geschlecht und Alter des Versicherten zu ermitteln sind." (Verordnung über die versicherungsmathematischen Methoden zur Prämienkalkulation und zur Berechnung der Alterungsrückstellung in der privaten Krankenversicherung, Kalkulationsverordnung) Da die Gesundheitsausgaben stark altersabhängig sind, kann dies bei einer alternden Bevölkerung im weiteren Verlauf zu dramatischen Finanzierungsproblemen führen. Dieses Modell berücksichtigt somit das Lebensalter des Patienten und die Kalenderzeit.

German Healthcare Index

Eine einfache Möglichkeit aus den dargestellten Berechnungsmethoden zur Kostenerfassung eine Indexziffer zu errechnen, könnte wie folgt aussehen: Sowohl Leistungserbringer (Ärztenetze) als auch Krankenkassen sollten sich zu Gruppen zusammenschließen, welche über die angefallenen Ansprüche ein entsprechendes Monitoring führen und die Kosten wie in den unten aufgeführten Tabellen zu einer Indexziffer zusammenfassen.Nehmen wir an, die folgende niedergelassenen Ärzte würden sich in Form von Ärztenetzen zusammenschließen: Allgemeinmediziner, Internisten, HNO-Ärzte und die Ophthalmologen. Über einen gewissen Zeitraum werden entweder über alle Patienten oder nur über eine spezifische Subgruppe die Kosten verfolgt und in folgender Tabelle zusammengefasst:

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